Das Carsharing als Alternative zum eigenen Auto erfreut sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit – knapp 300 Unternehmen, Genossenschaften und Vereine stellen hierzulande entsprechende Angebote zur Verfügung. Damit die kostengünstige Möglichkeit, ein Fahrzeug zu nutzen, aber nicht unerwartet teurer wird, als gedacht, sollte man einige Aspekte beachten. Was also ist in diesem Zusammenhang wichtig und wo lauern versteckte oder vermeidbare Zusatzkosten?
Grundpreise, Zusatzgebühren und Abrechnungsmodelle
Im Gegensatz zu herkömmlichen Mietfahrzeugen lassen sich Carsharing-Fahrzeuge in der Regel auch spontan und für kurze Zeiträume in Anspruch nehmen. Die Angebote der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich nicht nur in der Fahrzeugflotte, sondern auch in Bezug auf andere Konditionen, etwa das Zurückgeben der Fahrzeuge (an festen Stationen oder irgendwo im Stadtgebiet) oder das Abrechnungsmodell (Minuten, Stunden oder Kilometer). Darüber hinaus können auch zusätzliche oder regelmäßige Gebühren anfallen, beispielsweise Anmeldegebühren, monatliche Grundpreise oder auch Kosten für bestimmte Zusatzleistungen.
Entscheidend für die tatsächlichen Kosten ist also immer der Gesamtbetrag, der für eine Fahrt anfällt, nicht alleine der beworbene Grundpreis. Besonders groß sind die Unterschiede der einzelnen Anbieter bei vergleichbaren Fahrzeugtypen nicht, ein genauer Vergleich ist aber dennoch zu empfehlen. Neben den regulären Gebühren, können aber auch Kosten entstehen, die vermieden werden können. Dazu zählen vor allem:
Schäden und Verschmutzungen vermeiden bzw. melden
Es ist nicht notwendig, ein Carsharing-Fahrzeug nach der Nutzung von außen zu waschen oder eine komplette Innenraumreinigung vorzunehmen. Allerdings sind Nutzer dazu verpflichtet, zum einen ihren Müll oder sonstige Hinterlassenschaften zu entfernen und grobe Verschmutzungen zu beseitigen. Das betrifft etwa Dreck oder Erde auf den Fußmatten oder verschmutzte Armaturenteile – Letztere lassen sich mit einem Auto-Kunststoffreiniger unkompliziert und effektiv reinigen. Um zusätzliche Reinigungsgebühren zu vermeiden, sollte das Fahrzeug also immer in einem ordentlichen Zustand zurückgegeben werden.
Falls man bemerkt, dass das Fahrzeug bereits bei Fahrtantritt stark verschmutzt ist, sollte der Zustand fotografiert und der jeweilige Anbieter unverzüglich darüber informiert werden. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Schäden. Es ist ratsam, das Fahrzeug sowohl bei Fahrtbeginn, als auch nach Fahrtende auf Verschmutzungen und Schäden zu kontrollieren, um auf der sicheren Seite zu sein. Bei größeren Verunreinigungen, helfen die Tipps aus diesem Auto-Check.
Rauchverbot einhalten
Es gibt kaum einen Carsharing-Anbieter, in dessen Fahrzeugen kein absolutes Rauchverbot gilt. An dieses Verbot sollte man sich auch halten, sofern man keine Sonderreinigungsgebühren riskieren möchte.
Nur berechtigte Personen fahren lassen
Carsharing-Fahrzeuge dürfen nur von Personen genutzt werden, die nach den gültigen Vertragsbedingungen auch dazu berechtigt sind. Wird das Fahrzeug dennoch einer unberechtigten Person überlassen, können nicht nur Vertragsstrafen, sondern auch versicherungstechnische Probleme entstehen, die zu nicht unerheblichen Kosten führen können. In den meisten Fällen dürfen auch keine Tiere transportiert werden.
Fazit
Wer Carsharing-Angebote möglichst günstig in Anspruch nehmen möchte, sollte die verschiedenen Angebote und Kostenstrukturen miteinander vergleichen und das Fahrzeug bei Fahrtbeginn und Fahrtende auf etwaige Schäden oder Verunreinigungen eventuelle Regeln und Vorgaben (Tankfüllung/Ladestand, Rückgabe und Parken) nicht zu missachten und zusätzliche Kosten zu vermeiden.

